# Durcharbeiten

{/* AUTO-SYNCED SOURCE: this page lives in apps/app/src/modules/db-leads/docs/ and is mirrored into the docs app by `bun sync:module-docs`. Edit it in the module, not in apps/docs. */}

<Lead>
Das **Durcharbeiten** ist der Modus für den Nachmittag, an dem du vierzig Kontakte abtelefonierst. Er macht aus einer Ansicht zum Stöbern eine Warteschlange: Du entscheidest nicht mehr, wer als Nächstes dran ist, sondern nur noch, was mit dem Kontakt passiert.
</Lead>

## Warum das ein eigener Modus ist

In der normalen Ansicht suchst du eine Karte, klickst sie an, liest, schließt sie und suchst die nächste. Bei vierzig Kontakten sind das rund zweihundert Handgriffe, die mit keinem einzigen Kontakt etwas zu tun haben. Beim Durcharbeiten entfallen sie: Nach jedem Ausgang steht der nächste Kontakt schon da, mit Briefing, Verlauf und den Anruf-Knöpfen.

## Starten

Der Knopf **Durcharbeiten** steht oben in der Werkzeugleiste, neben **Sync**. Er nimmt **genau die Kontakte, die gerade sichtbar sind**, in der Reihenfolge, in der sie dastehen.

<Tip title="Erst filtern, dann starten">
Der Stapel ist so gut wie dein Filter. Sinnvolle Stapel sind zum Beispiel: alle offenen Funde ab Score 60, alle Kontakte einer Betreuung, alle mit Wiedervorlage heute, oder eine Phase des Boards. Wie du das einstellst, steht unter [Liste, Filter und Export](/tools/db-leads/liste-filter-export).
</Tip>

<Callout tone="note" title="Wer darf das">
Das Durcharbeiten braucht das Recht **Kontakte bearbeiten** (`db-leads.update`), weil jeder Ausgang etwas schreibt. Ohne das Recht fehlt der Knopf.
</Callout>

## Die Warteschlange ist eingefroren

Beim Start wird die Reihenfolge **einmal** genommen und danach nicht mehr angefasst. Das ist die wichtigste Eigenschaft des Modus, und sie ist Absicht.

Der naheliegende Bau wäre, immer die aktuelle Liste zu nehmen. Der geht kaputt, sobald der erste Ausgang gedrückt wird: „Kein Interesse“ disqualifiziert den Kontakt, die Fund-Liste lädt neu, der gerade bearbeitete Kontakt ist nicht mehr darin, und der Zeiger auf „Nummer 7 von 40“ zeigt jetzt auf jemand anderen. Du würdest Kontakte überspringen, ohne dass es dir auffällt.

Deshalb: Der Stapel wird nicht kleiner, weil jemand anders im Büro etwas ändert, und er wird nicht kleiner, weil du selbst jemanden disqualifizierst.

<Warning title="Nach einem Neuladen">
Lädst du die Seite mitten im Durcharbeiten neu, wird der Stapel aus der sichtbaren Reihenfolge neu aufgebaut. Hat sich der Bestand zwischenzeitlich geändert, kann die Reihenfolge abweichen. Das ist die ehrlichere der beiden schlechten Antworten: Ein Modus, der nach jedem Neuladen wortlos endet, wäre für jemanden, der gerade telefoniert, schlimmer.
</Warning>

## Die Leiste im Kopf

Über der Schublade läuft eine eigene Leiste mit:

<DefinitionList>
  <DefItem term="Position">„7 von 40 · noch 33“. Die erste Zahl ist deine Stelle im Stapel, die zweite seine Länge, die dritte, wie viele noch keinen Ausgang bekommen haben.</DefItem>
  <DefItem term="Briefings vorbereiten">Erstellt die Briefings der nächsten Kontakte im Voraus, damit du beim Durcharbeiten nicht jedes Mal wartest. Kontakte, die schon eines haben, werden übersprungen. Während es läuft, steht dort der Fortschritt; ein Klick hält an, bereits erstellte Briefings bleiben.</DefItem>
  <DefItem term="Beenden">Verlässt den Modus. Alles Festgehaltene bleibt, nichts wird zurückgenommen.</DefItem>
</DefinitionList>

<Tip title="Vorbereiten lohnt sich vor dem ersten Anruf">
Die Analyse eines Kontakts dauert einige Sekunden. Wenn du sie erst drückst, während jemand am Telefon wartet, ist das die falsche Reihenfolge. Starte die Vorbereitung, sobald der Stapel steht, und fang vorne an zu arbeiten.
</Tip>

## Die fünf Ausgänge

Unten stehen statt des Briefing-Knopfes die Ausgänge. Jeder von ihnen **schreibt etwas** und schaltet dann weiter.

<DefinitionList>
  <DefItem term="Nicht erreicht">Hält einen Anrufversuch fest und geht weiter. Beim Durcharbeiten einer Bestandsdatenbank ist das der häufigste Ausgang, deshalb steht er ganz links unter dem Daumen.</DefItem>
  <DefItem term="Erreicht">Hält fest, dass gesprochen wurde. Was besprochen wurde, gehört ins Notizfeld im Dossier darüber, nicht in diesen Knopf.</DefItem>
  <DefItem term="Termin">Hält einen vereinbarten Termin als Aktivität fest.</DefItem>
  <DefItem term="Kein Interesse">Disqualifiziert den Kontakt. Vorher fragt eine kleine Auswahl nach dem Grund. Der Grund ist keine Formalie: Aus ihm lernt die Kalibrierung des Scans, was du nicht sehen willst.</DefItem>
  <DefItem term="Später">Setzt eine Wiedervorlage. Auch hier fragt eine Auswahl zuerst nach der Frist, statt eine zu raten.</DefItem>
</DefinitionList>

Die ersten beiden liegen oben in breiten Knöpfen, die drei selteneren darunter. Die Aufteilung folgt der **Häufigkeit**, nicht der Wichtigkeit: „Termin“ ist der wertvollste Ausgang und trotzdem der seltenste.

<Callout tone="note" title="Was jeder Ausgang in den Verlauf schreibt">
Es sind vollständige Sätze, keine Stichworte, und sie nennen das Werkzeug als Herkunft: zum Beispiel „Nicht erreicht. Anrufversuch aus DB-Leads.“ Der Eintrag wird Monate später von jemandem gelesen, der beim Anruf nicht dabei war, und „n. err.“ beantwortet dann keine Frage. Ist der Kontakt aus onOffice und ist unter Einstellungen, Allgemeines die Übertragung von Notizen nach onOffice eingeschaltet, steht derselbe Satz im Maklerbuch, und zwar unter dem onOffice-Benutzer, der dir unter Einstellungen, Integrationen, onOffice zugeordnet ist. Ist sie ausgeschaltet, bleibt der Satz im Werkzeug.
</Callout>

<Info title="Es gibt bewusst kein „E-Mail geschrieben“">
Eine Mail schreibt man nicht beim Durcharbeiten, sondern danach. Ein Ausgang, der eine zweite Anwendung öffnet, hält die Warteschlange an.
</Info>

## Weitergeschaltet wird erst nach dem Schreiben

Schlägt das Schreiben fehl, bleibst du beim Kontakt stehen und siehst den Fehler. Andernfalls stündest du beim nächsten und der vorige hätte nichts im Verlauf, und das fällt erst Wochen später auf, wenn jemand fragt, warum da nichts steht.

## Was beim Durcharbeiten weiterhin geht

Das **Drei-Punkte-Menü** der Schublade bleibt erreichbar. Es enthält unter anderem den Werbewiderspruch, „In onOffice öffnen“, „Opener kopieren“ und „Vom Scan ausschließen“. Ohne das Menü käme man an einen Werbewiderspruch nur heran, indem man das Durcharbeiten verlässt, und das ist genau der falsche Moment dafür.

Ebenfalls möglich: Notiz schreiben, Phase wechseln, Betreuung setzen, [Objekt ergänzen](/tools/db-leads/objekte). Zurückblättern geht auch; korrigierst du einen Kontakt ein zweites Mal, zählt er trotzdem nur einmal als erledigt.

## Der Abschluss

Ist der Stapel durch, kommt statt eines weiteren Kontakts die Auswertung: wie viele Kontakte bearbeitet wurden und wie sie sich auf die Ausgänge verteilen. Von dort kommst du zurück in die normale Ansicht.

Die Warteschlange hat bewusst **keinen Umlauf**: Nach dem letzten Eintrag fängt sie nicht wieder von vorne an. Ohne Ende gäbe es keinen Feierabend, und genau den soll das Durcharbeiten liefern.

## Weiterführend

<CardGrid>
  <Card title="Liste, Filter & Export" href="/tools/db-leads/liste-filter-export">Den Stapel zusammenstellen, bevor du startest.</Card>
  <Card title="Kundenansicht" href="/tools/db-leads/kundenansicht">Was in der Schublade steht, die du beim Durcharbeiten liest.</Card>
  <Card title="Wiedervorlage" href="/tools/db-leads/wiedervorlage">Was aus dem Ausgang „Später“ wird.</Card>
</CardGrid>
