Das Durcharbeiten ist der Modus für den Nachmittag, an dem du vierzig Kontakte abtelefonierst. Er macht aus einer Ansicht zum Stöbern eine Warteschlange: Du entscheidest nicht mehr, wer als Nächstes dran ist, sondern nur noch, was mit dem Kontakt passiert.
Warum das ein eigener Modus ist
In der normalen Ansicht suchst du eine Karte, klickst sie an, liest, schließt sie und suchst die nächste. Bei vierzig Kontakten sind das rund zweihundert Handgriffe, die mit keinem einzigen Kontakt etwas zu tun haben. Beim Durcharbeiten entfallen sie: Nach jedem Ausgang steht der nächste Kontakt schon da, mit Briefing, Verlauf und den Anruf-Knöpfen.
Starten
Der Knopf Durcharbeiten steht oben in der Werkzeugleiste, neben Sync. Er nimmt genau die Kontakte, die gerade sichtbar sind, in der Reihenfolge, in der sie dastehen.
Die Warteschlange ist eingefroren
Beim Start wird die Reihenfolge einmal genommen und danach nicht mehr angefasst. Das ist die wichtigste Eigenschaft des Modus, und sie ist Absicht.
Der naheliegende Bau wäre, immer die aktuelle Liste zu nehmen. Der geht kaputt, sobald der erste Ausgang gedrückt wird: „Kein Interesse“ disqualifiziert den Kontakt, die Fund-Liste lädt neu, der gerade bearbeitete Kontakt ist nicht mehr darin, und der Zeiger auf „Nummer 7 von 40“ zeigt jetzt auf jemand anderen. Du würdest Kontakte überspringen, ohne dass es dir auffällt.
Deshalb: Der Stapel wird nicht kleiner, weil jemand anders im Büro etwas ändert, und er wird nicht kleiner, weil du selbst jemanden disqualifizierst.
Die Leiste im Kopf
Über der Schublade läuft eine eigene Leiste mit:
Die fünf Ausgänge
Unten stehen statt des Briefing-Knopfes die Ausgänge. Jeder von ihnen schreibt etwas und schaltet dann weiter.
Die ersten beiden liegen oben in breiten Knöpfen, die drei selteneren darunter. Die Aufteilung folgt der Häufigkeit, nicht der Wichtigkeit: „Termin“ ist der wertvollste Ausgang und trotzdem der seltenste.
Weitergeschaltet wird erst nach dem Schreiben
Schlägt das Schreiben fehl, bleibst du beim Kontakt stehen und siehst den Fehler. Andernfalls stündest du beim nächsten und der vorige hätte nichts im Verlauf, und das fällt erst Wochen später auf, wenn jemand fragt, warum da nichts steht.
Was beim Durcharbeiten weiterhin geht
Das Drei-Punkte-Menü der Schublade bleibt erreichbar. Es enthält unter anderem den Werbewiderspruch, „In onOffice öffnen“, „Opener kopieren“ und „Vom Scan ausschließen“. Ohne das Menü käme man an einen Werbewiderspruch nur heran, indem man das Durcharbeiten verlässt, und das ist genau der falsche Moment dafür.
Ebenfalls möglich: Notiz schreiben, Phase wechseln, Betreuung setzen, Objekt ergänzen. Zurückblättern geht auch; korrigierst du einen Kontakt ein zweites Mal, zählt er trotzdem nur einmal als erledigt.
Der Abschluss
Ist der Stapel durch, kommt statt eines weiteren Kontakts die Auswertung: wie viele Kontakte bearbeitet wurden und wie sie sich auf die Ausgänge verteilen. Von dort kommst du zurück in die normale Ansicht.
Die Warteschlange hat bewusst keinen Umlauf: Nach dem letzten Eintrag fängt sie nicht wieder von vorne an. Ohne Ende gäbe es keinen Feierabend, und genau den soll das Durcharbeiten liefern.